Dienstag, 26. März 2013
Franzi alleine auf Reisen (Teil2)
Nachdem ich das Problem mit meinem Laptop geregelt hatte konnte ich mich auf die Vorbereitungen für mein zweites Abenteuer machen.
Für mich ging es am 20.3.2013 um 5:50Uhr los mit dem Tranfer zum Flughafen und dann mit dem Flieger ab in die trockenste Wüste der Welt- DIE ATACAMA.
Als ich am Flughafen ankam und auf der Anzeigetafel nach meinem Gate geschaut habe ist mir für kurze Zeit mein Herz in die Hose gerutscht, denn mein Flug stand nicht auf der Anzeigetafel. Als ich dann eine nette Dame von LAN gefragt habe, wo ich denn hin muss, war auch sie verwirrt, weil mein Flug einfach nicht auf der Anzeigetafel stand. Sie konnte mir aber dann doch Auskunft geben und hat in ihrem schlauen PC geschaut und so konnte ich dann beruhigt ca 5min vor dem Flugstart mich zu dem Gate begeben und kam ganz schnell in den Flieger. Ich weiß nicht, wie die anderen Flugpassagiere das Gate gefunden habe (Das ist mir noch ein Rätsel!).
Mit dem Flug hatte ich aber keine Probleme und bin gut in Calama angekommen.
Als ich mein Gepäck hatte habe ich mich auf die Suche nach einem Transfer nach San Pedro gemacht. Ging auch ganz schnell und gut. In dem Bus saß eine Brasilianerin, mit der ich mich sehr gut verstanden habe und wir haben uns in den folgenden Tagen eine schöne Zeit in SanPedro de Atacama gemacht.

In San Pedro war ich anfangs im Hostal Backpakcers (hier ein Foto von dem Innenhof).



Habe dort in einem 4Bett Zimmer geschlafen.

Nach der Ankunft und dem Zimmerbeziehen hab ich mich auf in die Stadt gemacht und habe mir bisschen San Pedro angeschaut. Dort bin ich dann auch wieder auf Larissa (Brasilianerin) gestoßen. Zusammen sind wir dann mit dem Fahrrad zur Laguna Cejar gefahren.
Das war Abenteuer pur!
Bei dem Fahrradverleih haben wir uns nach dem Weg erkundigt und laut dem Plan des Mannes war es ein echt einfacher Weg.
Wir immer schön dem Weg gefolgt und kamen zu einem kleinen Platz. Da dachten wir uns, dass wir doch mal nachfragen könnten, ob wir noch richtig sind. Die Dame meinte nur, dass wir hier nicht weiter kommen und zur Straße fahren sollen (ist eine kleine Autobahn gewesen). Sie meinte, dass sie uns bis zur Straße mitnehmen kann. Wir also unsere Räder hinten auf die Ladefläche von dem Jeep und wir dazu und dann ging es los.

Die Dame, die uns mitgenommen hatte:


Mitten auf der Autobahn hat sie angehalten und meinte, dass wir des Straße folgen sollen und wenn ein kleiner Weg nach rechts führt, dass wir dem folgen sollen und dann sind wir in ca 15min an dem Salzsee. Wir waren sehr dankbar und haben uns schon sehr auf die Lagune gefreut und sind voller Elan (waren ja anscheinend nur noch 15min Fahrt) zur Lagune gefahren. Leider wurden aus den 15min ca 1 1/2Stunden. (da hat sich die Frau bissle verschätzt mit ihrer Zeitangabe).
Wir haben es aber geschafft und haben es genossen zu baden. Es war gigantisch! Wir lagen in dem Salzsee und konnten nichts machen. Die Konzentration von dem Salz war so hoch, dass wir immer an der Oberfläche waren und unsere Füße und Hände immer aus dem Wasser geschaut haben. Wir haben auch mal probiert zu tauchen, aber auch da kamen wir nicht weiter als 5cm unter die Wasseroberfläche. (und danach haben die Augengebrannt, als hätte man ein Feuer in den Augen entzündet).



Wir sind dann nach ca 15min im Wasser wieder raus, haben eine Dusche gesucht um das Salz abzuwaschen und wollten uns dann auf den Heimweg machen.

DIE DUSCHE ;-)


Als wir einen kurzen Blick auf die Uhr riskiert haben wurde uns klar, dass wir nicht heimfahren können, weil es in ca 30min dunkel wurde, wir keine Lampen hatten und als Turisten nicht alleine durch die Wüste fahren wollten.
Dann haben wir unser schönstes Lächeln aufgesetzt und bei einem Pärchen mit einem Jeep nachgefragt, ob sie nach San Pedro fahren und uns nicht mitnehmen könnten.
Bei unserem Scharm kann man natürlich nicht wiedersprechen und da haben wir unsere Räder wieder auf die Ladefläche gepackt und haben uns dazugesetzt.
Abends sind wir dann noch was mit dem Pärchen essen gegangen (als Dankeschön).

Am 21.3. haben wir ausgeschlafen uns haben uns dann in der Stadt getroffen. Wir haben uns was zum Frühstück gekauft und sind dann zu ihr ins Hostel gelaufen. Dort waren zufällig paar nette Jungs, mit denen wir uns gut verstanden haben und was zusammen unternommen haben.
Am Mittag sind wir mit einem der Jungs mit dm Fahrrad und einem Sadboard ins Valle de la muerte gefahren.
War wieder eine spaßige Aktion, da wir das Brett im Rucksack eingeklemmt hatten und somit Flügel hatten. (Hin und wieder war es auch knifflig so durch eine enge Fußgängerzone zu fahren und niemanden das Brett an den Kopf zu schlagen)
Wir sind aber gut aber geschafft dort angekommen und haben dann gleich dem Sanddünen den Kampf angesagt und hoch hing es. Ich glaube, dass des anstrengender war, als das Fahren.
Als ich da dann auf dem Brett stand und da runter sollte hab ich mich schon sehr blöd angestellt. (Ich glaube, dass ich nie Snowboarden gehe!!!!) Ich lag ungefährt 2min von der 2:30 Minütigen Abfahrt im Sand und habe mich gedreht und im Sand gewälzt. Larissa meinte, dass es sehr witzig aussah, was ich da so veranstaltet habe. Es kann ja nicht jeder alles könne, oder???
Mein Spaß hatte ich trotzdem und bissle sandeln tut doch jeder gerne ;-)
Hier mal ein Bildchen:

Franzi auf dem Board.... (der hintere kleine Punkt)


...und Franzi im Sand.


Als wir genug vom Sand und vom Boarden hatten haben wir uns auf den Heimweg gemacht.



Als Larissa einen See gesehen hatte wollte sie sofort runter und den sich genauer anschauen. Er war umrandet von einer Salzschicht, die sie unbedingt mal probieren wollte.



Fahrrad abgestellt und los ging es.
Leider war nur die Oberfläche mit Salz bedeckt und darunter war eine rießen Schlammschicht, in die Larissa bis zur Hüfte eingesunken ist. Die sah aus!!!!
Als sie da in dem Matsch mit meinem Rucksack und dem Board auf dem Rücken steckte sagte sie nur immer: " Kommt nicht näher, sonst steckt ihr auch noch fest!"
Wir haben dann nach ca 5min es geschafft sie aus dem Schlamm zu befreien.
Wir sahen aus! KATASTROPHE!!!
Nach einer kurzen Runde Kriegsbemalung



und Fotorunde ging es dann weiter nach San Pedro, wo wir uns schon auf die Gesichter der anderen gefreut haben.
Als wir die Räder abgegeben hatten und ich zu meinem Hostel gelaufen bin hat ein Mann gesagt: "Hüpsch! Aber ich glaube, dass du eine Dusche brauchst." Ich konnte da nur noch lachen.
Die Dusche war wirklich nötig (Sand, Matsch, Schweiß,....)
Als ich dann wieder ein neuer Mensch war hab ich mich auf in das Hostel von Larissa gemacht und wir haben mit den Deutschen Jungs gegrillt.




Der nächste Tag hat früh angefangen. Um 4Uhr hat mein Wecker geklingelt und um 5Uhr sind wir los zu dem Geysir "el Tatio" gefahren.
Es war dunkel, hatte ca -6°C und wir waren auf ca. 4400m Höhe.
Aber es war einfach nur beeindruckend!
Hier ein paar Bilder, dass ihr euch ein Bild machen könnt, wie es war.









Nach der Besichtigung haben wir uns dann in unsere Badeklamotten geschmissen und haben in einer heißen Quelle gebadet.
Herrlich warm!



Das einzige Problem war: Wie verlassen wir das Wasser?
Aber auch da haben wir gezeigt, was richtige Deutsche sind und haben uns nichts anmerken lassen ;-)

Bei der Rückfahrt sind wir noch zu anderen Geysiren gefahren (eigentlich nicht in der Tour drin....sind auch eigentlich nicht zum anschauen, weil sie gefährlicher sind...aber egal, wir waren dort)
Dort sind wir einen kleinen Hügel hochgelaufen und ich muss sagen, dass wir alle dort die Höhenmeter doch echt heftig gemerkt haben. Ich kam mir vor, als hätte ich noch nie in meinem Leben Sport gemacht.
Hier ein paar Bilderchen von den anderen Geysiren:



Wir haben dann noch ein kleines Dörfchen besucht (besteht aus ca 10Häusern).
Dann ging es wieder zurück nach San Pedro. Ich habe in Bakcpackers meine Sachen geholt und bin dann zu den anderen in das Hostel umgezogen.
Dort hatten wir Mittagspause und um 16Uhr sind wir dann ins "Valle de la luna" und "Valle de la muerte" gefahren.
Wir haben eine Höhle besichtigt, haben viele Berge und Felsen gesehen, uns wurde die Entstehung dieses Tales erzählt, wir sind wie Adlige durch die Landschaft gefahren worden, während andere Touristen laufen mussten und am Schluss haben wir uns den Sonnenuntergang angeschaut.







Hier hat sich ein Cowboy versteckt.


Am Abend haben wir uns zusammen Nuddeln gekocht und saßen gemütlich in der Runde zusammen. Ca um 1Uhr sind wir dann los in die Stadt und wollten noch bisschen feiern gehen. Larissa und Sebastian sind im Hostel geblieben, weil Larissa zuviel Wein getrunken hatte.
Dank meinem Spanisch konnte ich herausfinden, wo die nächste Party ist und wie wir dort hinkommen. Mit einem Transfer sind wir dann in die Wüste gefahren und haben eine coole Wüstenparty miterlebt.
Es war klasse! Mitten in der Wüste mit Musik, Getränken und netten Leuten.
Ca um 6Uhr haben wir uns dann auf den Heimweg gemacht. Ich habe an der Scheibe von einem Jeep geklopft und gefragt, ob er uns in seiner Ladefläche mit nach San Pedro nehmen kann. Dann sind noch paar andere in die Ladefläche gesprungen (saßen am Ende 7Leute dort) und dann ging es zurück.
So eine Party war schon ein was und ich muss sagen, dass es echt witzig war.
Ich musste am nächsten Morgen den anderen erzählen, was sie so gemacht haben, weil sie nichtmehr alles wussten. (Ich bin aber schön anständig geblieben)

Am 23.3. war ich mit der Larissa in der Wüste auf einem Pferd unterwegs.
Das war wieder so eine Gaudi.
Ich hatte so ein tollen Gaul, der entweder durchgedreht ist und mit mir ne runde Rodeo gespielt hat und ich fast im Sand gelandet wäre oder es ist einfach nicht vom Felck gekommen. Larissa hingegen wurde von unserem Tourguide geführt und musste nur auf dem Pferd sitzen.
Am Ende meinte jedoch der Guid, dass ich mich gut angestellt habe (aber naja nach dem was das Pferd so gemacht hatte, hatte ich keine lust mehr auf die Reittour)
Wir sind an einem Salzsee vorbei zu verschiedenen Bergen im Valle de la muerte geritten.









Bei den Bergen waren verschiedene Höhlen, wie wir uns angeschaut haben und ein paar Fotos geschossen haben.
Auch an diesem Abend sind wir nochmal ausgegangen, aber es war nicht so super, wie an dem Abend zuvor.

Am 24.3. hatte Larissa ihren Flug und sie musste und verlassen.
Ich habe mir mit den Jungs einen ruhigen gemacht und haben uns San Pedro angeschaut (Kirche, ...).
Am Abend ging es dann auch für die Jungs weiter nach Iquique.
Ich habe sie zum Bahnhof gebracht (geschaut, dass sie in den richtigen Bus einsteigen....war gut, dass ich dabei war, weil der Busfahrer kein Englisch gesprochen hat und der Bus mit Arica beschriftet war).
Ich bin dann noch schnell in einen Supermarkt und habe mir etwas zum Abendessen geholt, hab mich mit anderen aus dem Hostel unterhalten und ihnen von unseren Erfahrungen berichtet, was sie unbedingt machen müssen und dann bin ich auch recht schnell ins Bett.

Am 25.3. habe ich mich in einem Internetlokal um mein check-in gekümmert, hab mein Koffer gepackt, geduscht, was gegessen und bin um 15Uhr von einem Transfer am Hostel abgeholt worden und zum Flughafen gefahren worden.
In Calama gibt es nur 2 Gates, also musste ich nur schauen, wo der LAN Vogel steht und hab mich dort dann in der Schlange angestellt und dann ging es ohne Probleme zurück nach Santiago. Von meinem Fensterplatz habe ich mir dann nochmal die Wüste angeschaut und die tolle Zeit in meinem Kopf revue passieren lassen.

Es war einfach klasse und ich bin echt froh, dass ich immer auf so tolle Menschen stoße, mit denen ich so viele tolle Momente erleben kann und darf.

Vor meiner Reise habe ich mich noch überwinden können noch bisschen Geld von meinem Konto zu opfern und habe mir eine Flug auf die Osterinsel gebucht.
So heißt es am 6.4. "Franzi allein auf Reisen (Teil3)".
Bis dahin werde ich mit Antonia und Santiago lernen und spielen.

Für mich brechen bald die letzten Wochen hier in Chile an. Ich kann sagen, dass ich viel erlebt habe und noch gespannt bin, was für Aufgaben und Überraschungen noch auf mich warten. Es ist einfach eine tolle Zeit hier gewesen und ich möchte mich hier nochmal bei allen bedanken, die mir diese Zeit hier ermöglichen und mir den Rücken freihalten, mich bei meinen Entscheidungen unterstützen und immer mit einem guten Ratschlag zur Seite stehen, wenn ich mal einen gebraucht habe um eine neue Blickrichtung zu bekommen. Ihr seit einfach klasse!

Nach meinem Aufenthalt auf der Osterinsel schreibe ich meinen nächen Eintrag. (Bis dahin müsst ihr euch gedulden)
Liebste Grüße
und bis ganz bald in Deutschland,
eure Franzi.

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Hey meine Franzi,
Was für Erlebnisse? Ich finde es echt toll, was Du so da unten treibst. Wenn ich die Bilder so anschaue, würde ich mich sofort zu dir Beamen und das ganze mit Dir genießen. Einfach toll.
Das was Du da erlebst, ist für Dich eine so tolle Erfahrung, da kannst Du dein ganzes Leben dafon profitieren. Ich denke auch oft an solche Dinge (Norwegen, alleine durch USA) und merke, das man von solchen Dingen immer wieder ein Stück gebrauchen kann im Leben. Also, ich wünsche Dir weiterhin solche Erfahrungen, wunderschöne Tage auf den Osterinsel (Teil3) und in Chile. Wir freuen uns auf dich, wenn Du wieder bei uns bist. Schöne Grüße von Ines, Anika, Heike und deinen Onkelchen Jörg

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