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Freitag, 19. April 2013
Franzi allein auf Reisen (Teil III)
franzi g., 19:21h
Ja, ich habe erneut mein Köfferchen gepackt und habe mich einem neuen Abenteuer gestellt. Das Motto des jetzigen Abenteuer hieß: "LEBT DER OSTERHASE AUF EINER INSEL?" Diese Fragestellung werde ich euch zu einem späteren Zeitpunkt beantworten.

Tag 1 (6.4.2013)
Um 4Uhr klingelte mein Wecker und es hieß für mich AUFSTEHEN!
Als ich geduscht hatte und mein Koffer geschlossen war habe ich mich zum Transfer begeben und dann ging es los zum Flughafen. (Dort wurde dann nochmal eine runde geschlafen, da ich die erste war, die abgeholt wurde und ich somit noch eine kostenlose Stadtbesichtigungstour hatte)
Am Flughafen angekommen wollte ich mich, wie "gewohnt" in die Schlange für die nationalen Flüge anstellen, als ich von einer Mitarbeiterin von LAN hingewiesen wurde, dass ich zu dem internationalen Check-in muss. In diesem Moment ist mir mein Herz in die Hose gerutscht! Für nationale Flüge muss man eine Stunde früher am Flughafen sein......bei internationalen Flügen ZWEI Stunden! D.h. ich war eine Stunde ZU SPÄT!
Ein kurzes Gebet in den Himmel geschickt und dann hab ich mich trotzdem in der Schlange angestellt und gehofft, dass ich mitfliegen darf.
UUUUUUUUUUUUND es hat geklappt. Mein Koffer wurde angenommen und für mich hieß es ab auf die OSTERINSEL, jedoch stellte sich eine neue Hürde dar.
Ich habe nach dieser Hinweisung der LAN Dame geschlussfolgert, dass der Flug zur Osterinsel international ist (unlogisch, da die Osterinsel zu Chile gehört, aber naja).
Als ich dann aber in den Sicherheitsbereich der internationalen Flüge wollte, durfte ich nicht rein!
Dann bin ich einmal durch den Flughafen geirrt und habe ca 10 LAN Damen angequatscht, ob des jetzt dann wirklich richtig ist (hatte langsam wieder bissle schiss, wegen meinem Flug) und alle stimmten zu. So kam es, dass ich dann mein richtiges Gate gefunden hatte und mich nochmal 30min auf einem Stühlchen ausruhen konnte, bevor es in den Flieger ging.
Der Flug war entspannt. Für unser Wohl wurde gesorgt. Essen, Trinken, Decke, Kissen, Kopfhörer und einen eigenen Fernseher mit vielen Filmen, Spielen u.s.w. stand zur Verfügung.
Anfangs hab ich mich auch sehr gefreut, dass ich ein Fensterplatz hatte, jedoch wird es nach einer Zeit langweilig, wenn man ca 5Stunden Meer sieht.
Um 13:10Uhr war es soweit! Ich durfte die Osterinsel betreten.
Ich wurde mit einer Blumenkette empfangen und zu meinem Hostal gefahren.
Im Hostal habe ich mich gleich mit meinen Zimmerkompanen angefreundet und so kam es, dass wir am Mittag zusammen das Dorf Hanga Roa unsicher gemacht haben und auch ein kleines Bad im Meer genommen haben (dort ist das Meer wie eine Badewanne, wenn man das vom Kontinent gewohnt ist).
Am Abend saßen wir (Belgierin, Chilenin, Chilene, Argentinierin, zwei Franzosen und ich) zusammen auf der Terrasse und haben uns prächtig unterhalten.
Tag 2
Pablo, Ingrid, Elli und ich haben uns zusammen ein Auto gemietet und haben uns auf die Suche nach den schönen Orten auf der Osterinsel gemacht.
Der Rucksack gepackt mit Keksen, Trinken, Sonnenbrille, Foto und viel Sonnencreme konnte die Tour starten.
Unser erster Stop war AHI AKIVI.
Ahi Akivi ist eine Plattform mit 7 Moais.

Weiter ging es zu ANA TE PAHU.
ANA TE PAHU (auch Bananenhöhle genannt) ist eine sehr große Höhle. Da die Decke am Eingang eingestürzt ist wachsen dort Bananensträucher. Links und rechts führen Gänge ins Dunkle.
Man sagt auch, dass für einige Zeit ein Kanibale gehaust hat. (ICH LEBE NOCH!!!)


Nächster Halt: ANA KAKENGA (die Höhle mit den zwei Fenstern)
Bei dieser Höhle muss man sagen, dass wir bisschen suchen mussten, bis wir sie gefunden haben, da es sehr wenige Hinweise gibt und der Eingang sehr klein war.
Wir haben sie aber gefunden und haben uns dann natürlich auch in die Höhle begeben und sie besichtigt.
Super spektakuläre Fotos wollte Pablo haben und so wollte er sich an einem Felsbrocken mit seinen Armen hochziehen und ich sollte ein Foto machen.
Das Foto machen war kein Problem, jedoch war es ein Foto, wie er 2sec an dem Brocken hing und das zweite Foto war im freien Fall! Der Fels hat dem Gewicht nicht stand gehalten. Es ist aber alles gut ausgegangen und nichts passiert.

Mit dem Auto ging es dann weiter zu RANO RARAKU.
Es ist ein Vulkan. Am Fuße dieses Vulkans wurden die Moais hergestellt.


Nächster Haltestation: TONGARIKI
Die große Plattform mit 15 Moais.

Nach ca weiteren 5min im Auto kamen wir am Nabel der Welt an (TE PITP KURA).
Dieser Ort ist voller Energie (sagt man.....hab davon nicht wirklich viel gemerkt)

….und dann kamen wir an unserem Ziel an!
ANAKENA!!!!
Anakena ist der einzige offizielle Strand, den es auf der Osterinsel gibt.
Da wir von der Schwüle recht durch geschwitzt waren haben wir unsere Kleider vom Leib gerissen und es ging ab ins Meer. Oh war das schön! Das Wasser war nicht so kalt, wie das Meer vom Kontinent und so konnten wir ohne zu frieren 25min im Wasser verweilen und das Wetter und die Landschaft genießen ;-)


Als wir am Abend in unserem Hostel ankamen waren wir sehr müde und haben uns auf eine Dusche und etwas zum Essen gefreut und dann ging es auch schon recht schnell ab ins Bettle.
Tag 3:
Am Montag sind wir früh aufgestanden, da wir das Auto noch bis um 10Uhr zur Verfügung hatten und nach Tongariki fahren wollten, um den Sonnenaufgang anzuschauen.
Ich wurde um “6 Uhr“ von Ingrid geweckt. Wir haben einen Tee gemacht und in eine Thermo gefüllt und haben auf die anderen gewartet.
Nach ca 5min hab ich die Ingrid gefragt, ob wir wirklich 6 Uhr haben, oder ob sie noch die Zeit von Santiago auf ihrem Handy hat. Und so war es!
Santiago und die Osterinsel haben 2 Stunden Zeitverschiebung und so konnten wir uns nochmal für 2 Stunden ins Bett legen.
Als es dann wirklich 6 Uhr war mussten wir auch nicht auf die anderen warten und es ging gleich los zu den 15 Moais.
Dort angekommen war es tiefste Nacht. Man konnte nicht mal seine Hand vorm Gesicht sehen.
Wir haben uns ein schönes Plätzchen gesucht, haben unseren Tee und Mate ausgepackt und saßen gemütlich zusammen und haben darauf gewartet, dass die Sonne sich zeigt.
Als wir in gemütlicher Runde zusammen saßen bekamen wir Besuch von einem Rapa, der uns Geschichten über die Insel erzählt hat.
Wenn ihr euch fragt, wie man diese Steinkolosse von Moais durch die Landschaft geschleift hat, dann kann ich euch sagen, dass die Antwort von unserem Kumpel Rapa heißt, dass wenn man genügend LIEBE hat, dann schafft man alles. Das habe ich als Hinweis für mich genommen! Liebt und seit euch bei euren Entscheidungen sicher und dann könnt ihr alles schaffen.
Des sind doch mal mutmachende Worte, oder?
Der Sonnenaufgang war leider nicht so schön, da es sehr bewölkt war. Aber wir waren dort! Ist doch was, oder?


Als wir wieder in Hanga Roa waren haben Ingrid, Pablo und ich unsere Sportschuhe angezogen und wir sind den Orongo hoch.
Orongo ist ein Vulkan und dort findet jedes Jahr ein Wettkampf statt, um den neuen König dieser Insel zu ermitteln und zu krönen. Die Teilnehmer müssen den Vulkan runter und zu einer Insel gelangen (kletter, schwimmen). Dort müssen sie ein Ei finden und dieses muss ganz auf den Orongo gelangen.
Wegen dieser kulturellen Bedeutung ist (hat natürlich noch viele weitere Besonderheiten) dieser Vulkan ein Nationalpark.

Nach ca 5 Stunden laufen kamen wir dann wieder unten in unserem Hostal an. Ich war völlig müde und habe mich für ca 20min in mein Bettchen gelegt und ein Nickerchen gemacht.
Am Abend sind wir dann zu HANGA KIO E und haben uns dort den Sonnenuntergang angeschaut.
Dieser Moai ist der einzige Moai mit Augen. Neben ihm ist noch eine Plattform mit weiteren 5 Moais.

Zum Abendessen haben wir uns eine Empanada gekauft und dann ging es ins Bett.
Tag 4:
Am Morgen war ich um 9:30Uhr am Hafen und habe mir eine Einführung zum tauchen angehört. Für mich und Pablo ging es an diesem Tag ab in die Tiefe des Meeres. Es war super genial!
Die Fische, Farben, Formen, Pflanten, Korallen, …. einfach unbeschreiblich!
Nach ca 25min war das Vergnügen aber auch schon vorbei. Für mich hätten wir noch weitere 30min tauchen können, da es mir wie 5 min vorkam.

Als wir dann völlig überwältigt von den Eindrücken dieser Unterwasserwelt im Hostel ankamen konnten wir unsere Münder nicht halten und haben ALLEN erzählt, wie toll tauchen ist.
Wir (Ingrid, Josefina, Pablo, Thomas und ich) haben ein Taxi bestellt und haben uns zum Strand fahren lassen. Dort haben wir getobt, gelacht, gebadet, uns gesonnt, viele Fotos geschossen und es uns gut gehen lassen!
Um 19Uhr wurden wir von dem Taxi wieder abgeholt. Im Hostel angekommen haben wir uns schnell geduscht und uns fertig gemacht, da Ingrid, Pablo, Elli und ich zu Kari-Kari gegangen sind.
Kari-Kari ist eine Tanzgruppe, die den traditionellen Tanz der Osterinsel beherrscht und zeigt. Es waren für mich nicht nur Tänze. Sie haben Geschichten erzählt was pures Gänsehaut-feeling bei mir verursachte. Einfach nur klasse!


Tag 5:
An diesem Tag hatten Pablo und ich große Pläne geschmiedet. Wir wollten mit dem Fahrrad zum Berg Poike fahren, ihn hochlaufen, die Sicht genießen, die cueva de la virgen finden und sie besichtigen.
Am Morgen um 10 Uhr startete unser Abenteuer. Als wir unsere Räder ausgeliehen hatten und auf den Satteln saßen kamen wir recht zügig voran und so waren wir in ca 40min am Strand Anakena und haben dort eine kleine Stärkung eingenommen.
Dann ging es weiter zum Poike. Fahrräder an einem Zaun angebunden und dann hieß es hoch auf den Berg.
Das gemeine an dem Berg ist, dass es keinen Weg auf diesem Gelände gibt. Es ist alles Wiese, ohne Tramelpfad ohne nichts. Wir haben es aber geschafft und als wir oben ankamen war es herrlich. Die Sicht über die Insel war super.

Nach einer kurzen Pause auf dem Berg und einer Fotorunde haben wir uns auf die Suche nach der Höhle gemacht. Bei der Suche waren wir leider nicht erfolgreich! Wir waren sehr nah dran, aber gefunden haben wir sie nicht. Als wir jedoch bemerkt hatten, dass wir an ihr vorbei gelaufen sind hat es auf einmal einen Schlag getan und alles, was im Himmel an Wasser war kam auf einen Schlag runter. Mein einziges Kommentar zu diesem Regenguss war: „Pablo wo hast du das Shampoo gelassen?“
Pitschnass nass bei unseren Rädern angekommen hat es dann aufgehört zu regnen. Lust umzudrehen und uns auf die Suche nach der Höhle zu machen hatten wir jedoch nicht und so haben wir uns auf unsere Räder geschwungen und haben den Heimweg angetreten.
Die letzten Meter waren für Pablo eine Qual. Alle 5 Minuten lag er in der Wiese mit samt Fahrrad und seine Äußerung war: „Fran, quiero AQUAAAA!“ (Fran, ich brauch Wasser!) Ich habe ihm immer klarmachen wollen, dass wir kein Wasser mehr haben und er sich auf sein Sattel setzen soll, dann sind wie schnell zuhause und da gibt es WASSER, aber das wollte er nicht so sehen und so wurden aus 5 Minuten ca 15 Minuten ;-)
Am Schluss sind wir aber gut angekommen und haben die Dusche wahrlich genossen.
Tag 6:
Meine Truppe hatte beschlossen, dass sie heute nochmal zum Strand gehen wollen. Ich war davon nicht so begeistert und wollte lieber nochmal bisschen was von der Insel sehen und bin darum alleine bisschen gelaufen.
Mein Ziel war PUNA PAU. Dort wurden die Hüte der Moais hergestellt.

Ich bin dann weiter bis an die Küste gelaufen und habe so eine Runde gedreht.
Auf dem Weg habe ich viele Früchte gefunden, die ich natürlich gleich vernascht habe (war sehr lecker!)
Am ersten Punkt mit Blick aufs Meer habe ich meine Kekse, mein Wasser und mein Buch ausgepackt und habe es mir auf einem Stein gemütlich gemacht. Nach kurzer Zeit bekam ich von einem Rapa Nui Besuch. Wir haben uns unterhalten und er hat mir die Besonderheiten dieses Ortes erklärt (das war die Region der Reichen und lange Zeit hatte der König sein Haus dort).
Als ich mich dann wieder auf den Weg machen wollte hat er mich gefragt, ob ich mit ihm auf dem Pferd ein Stück reiten möchte. Da ich für diesen Tag nichts mehr geplant hatte dachte ich mir, dass ein bisschen Abenteuer nicht schadet und habe mich auf den Gaul gesetzt.
Wir sind zusammen auf dem Pferd die Küste entlang geritten und haben nebenher noch seine Kuhherde getrieben. Das war eine einmalige Erfahrung (witzig, aber für einmal reicht es auch)
Er hat mich dann noch auf einen Fisch in seinem Haus eingeladen. Ich bin stutzig geworden, aber bis ich mich entschieden hatte standen wir schon vor seinem Haus und da hab ich mir das mal angeschaut. Jedoch hatte ich bei der Sache kein gutes Gefühl mehr. Ein viertel des Fisches habe ich gegessen, dann habe ich ihm erklärt, dass meine Freunde auf mich warten und ich nicht genau weiß, wann die Nacht anbricht und ich nicht im Dunkeln alleine laufen möchte und stand dann auf schon vor der Tür. Hab noch schnell mich verabschiedet und mich für den Fisch bedankt und dann war ich auch schon weg.
Mein Kollege:

Am Abend haben saßen wir auf der Terrasse des Hostels zusammen und haben am letzten Abend von Ingrid nochmal viel gelacht und viel Spaß gehabt.
Tag 7:
Als wir ausgeschlafen hatten und gefrühstückt hatten sind wir alle zusammen zum Flughafen gelaufen und haben Ingrid verabschiedet.
Anschließend haben wir uns auf in die Stadt gemacht und uns auf die Suche nach Andenken gemacht. Wirklich fündig sind wir nicht geworden, da die schönen Dinge auf der Insel seeeeeeeeeehr teuer sind (überteuert). Wir haben es trotzdem geschafft bis um 18Uhr durch die Straßen zu ziehen und nach weiteren Läden zu suchen.
Um 20Uhr waren wir bei Elli eingeladen zum Completo essen.
Die Einladung haben wir uns natürlich nicht durch die Finger gehen lassen. War sehr witzig, da wir eine bunt gemischte Gruppe waren (Rapa Nui, Kontinentler, die schon ca 15-40Jahre auf der Insel leben und wir Urlauber).
Der Höhepunkt des Abends war ein Gewinnspiel. Als Eintritt in diesem Spiel musste jeder CLP500 (ca 80Cent) zahlen. Jeder hat eine Zahl gewählt und es gab eine Glücksfee (ICH), die aus einem Beutel die gewählten Zahlen gezogen hat. Zu gewinnen gab es: 3. und 2. Platz ein Glas Wasser und der Hauptgewinn waren 12Eier. Pablo hat gewonnen!!!
Da war nur die große Frage: Was machen mit 12Eier, wenn am nächsten Tag der Flieger nach Santiago startet? Da haben wir beschlossen, dass wir uns vor dem Flug bei Elli im Haus treffen und dort zusammen Frühstücken und die Eier essen ;-)
Nach diesem Spiel haben wir Urlauber unsere Sachen gepackt und haben uns auf in eine Bar gemacht. Eigentlich wollten wir Karaoke singen, aber die CD war nicht da und da haben wir einfach so gesungen und gute Laune verbreitet. Nach einer Zeit haben immer mehr Leute angefangen zu singen und es war eine super Stimmung in diesem Lokal ;-)
Tag 8:
Der Tag der Heimreise!
Am Morgen heiß es Koffer packen und dann ab in das Haus von Elli zum Frühstücken. Wir haben nochmal unsere Zeit auf der Insel im Schnelldurchlauf passieren lassen und festgestellt, dass es eine echt tolle Zeit für alle war.
Als wir 2 der 10 Eier (der Hunger war nicht so groß) gegessen hatten, haben wir uns auf zum Flughafen gemacht.
Das Gepäck aufgegeben, die letzten Fotos der Insel geschossen, die letzten Umarmungen und dann ging es los in den Flieger.
Der Flug verlief sehr entspannt, jedoch muss ich sagen, dass es kein Flieger war, sondern ein Kühlschrank oder eine Gefriertruhe! Zum Glück saß Pablo neben mir und da er ein echter Mann ist und keine Jacke und keine Decke braucht, habe ich mir seine Sachen geschnappt und mich damit zugedeckt. Sobald eine Stewardess vorbei kam und eine Thermokanne in der Hand hielt war ich die erste, die einen Tee oder Kaffee bestellt hat. Ich kam mir vor, wie im tiefsten Winter, aber naja ich habe es überlebt. (ich hoffe nur, dass der Flug nach Frankfurt nicht so wird!)
Dank Pablo musste ich vom Flughafen nicht mit einem Transfer zur Wohnung fahren. Er wurde von seinen Geschwistern abgeholt und hat mich dann zu der Wohnung gefahren. Dort habe ich mir einen Tee gemacht und mich riesig auf mein Bett gefreut.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass es eine wunderbare Zeit war und immer gerne an die Osterinsel zurückdenken werde.
Für mich sind die Monate, Wochen und Tage hier in Chile bald gezählt und ich sitze in kürze im Flieger auf dem Weg nach Deutschland.
Es war eine super Zeit hier. Ich hatte schwere Momente, in denen ich am liebsten meine Sachen gepackt hätte und mich in den Flieger gesetzt hätte, aber ich hatte auch sehr viele schöne Momente.
Meine Reisen waren wunderbar. Ich möchte die schönen, aber auch die schweren Momente nicht missen, da ich weiß, dass sie beide an mir gearbeitet haben und mich verändert haben (meine Person gestärkt haben).
Und an dieser Stelle möchte ich mich nochmal bei allen bedanken, die mir zur Seite standen und mich unterstützt haben (finanziell, mit lieben Worten, Ratschlägen, Hilfestellungen und sonst alles, was mir gut getan hat und mich in meinen Entscheidungen und auf meinem Weg gestärkt haben)
Es ist sehr schön und wertvoll, dass ich so viele tolle Menschen in meiner Umgebung habe, auf die ich mich verlassen kann und die einem zur Seite stehen, wenn man Hilfe braucht und es einem nicht so super geht.
DANKESCHÖN!!!
So genug der Worte!
Jetzt heißt es für mich hier Koffer packen und nochmal die Zeit hier (mit der Familie und meinen neuen Freunden von der Insel) genießen.
Bis ganz bald,
eure Franzi.
P.S.: Wie ihr oben auf dem Bild sehen könnt habe ich den Osterhasen getroffen! Er sieht anders aus, als gedacht, aber ich kann sagen, dass es ein echt duftes Tierchen ist!

Tag 1 (6.4.2013)
Um 4Uhr klingelte mein Wecker und es hieß für mich AUFSTEHEN!
Als ich geduscht hatte und mein Koffer geschlossen war habe ich mich zum Transfer begeben und dann ging es los zum Flughafen. (Dort wurde dann nochmal eine runde geschlafen, da ich die erste war, die abgeholt wurde und ich somit noch eine kostenlose Stadtbesichtigungstour hatte)
Am Flughafen angekommen wollte ich mich, wie "gewohnt" in die Schlange für die nationalen Flüge anstellen, als ich von einer Mitarbeiterin von LAN hingewiesen wurde, dass ich zu dem internationalen Check-in muss. In diesem Moment ist mir mein Herz in die Hose gerutscht! Für nationale Flüge muss man eine Stunde früher am Flughafen sein......bei internationalen Flügen ZWEI Stunden! D.h. ich war eine Stunde ZU SPÄT!
Ein kurzes Gebet in den Himmel geschickt und dann hab ich mich trotzdem in der Schlange angestellt und gehofft, dass ich mitfliegen darf.
UUUUUUUUUUUUND es hat geklappt. Mein Koffer wurde angenommen und für mich hieß es ab auf die OSTERINSEL, jedoch stellte sich eine neue Hürde dar.
Ich habe nach dieser Hinweisung der LAN Dame geschlussfolgert, dass der Flug zur Osterinsel international ist (unlogisch, da die Osterinsel zu Chile gehört, aber naja).
Als ich dann aber in den Sicherheitsbereich der internationalen Flüge wollte, durfte ich nicht rein!
Dann bin ich einmal durch den Flughafen geirrt und habe ca 10 LAN Damen angequatscht, ob des jetzt dann wirklich richtig ist (hatte langsam wieder bissle schiss, wegen meinem Flug) und alle stimmten zu. So kam es, dass ich dann mein richtiges Gate gefunden hatte und mich nochmal 30min auf einem Stühlchen ausruhen konnte, bevor es in den Flieger ging.
Der Flug war entspannt. Für unser Wohl wurde gesorgt. Essen, Trinken, Decke, Kissen, Kopfhörer und einen eigenen Fernseher mit vielen Filmen, Spielen u.s.w. stand zur Verfügung.
Anfangs hab ich mich auch sehr gefreut, dass ich ein Fensterplatz hatte, jedoch wird es nach einer Zeit langweilig, wenn man ca 5Stunden Meer sieht.
Um 13:10Uhr war es soweit! Ich durfte die Osterinsel betreten.
Ich wurde mit einer Blumenkette empfangen und zu meinem Hostal gefahren.
Im Hostal habe ich mich gleich mit meinen Zimmerkompanen angefreundet und so kam es, dass wir am Mittag zusammen das Dorf Hanga Roa unsicher gemacht haben und auch ein kleines Bad im Meer genommen haben (dort ist das Meer wie eine Badewanne, wenn man das vom Kontinent gewohnt ist).
Am Abend saßen wir (Belgierin, Chilenin, Chilene, Argentinierin, zwei Franzosen und ich) zusammen auf der Terrasse und haben uns prächtig unterhalten.
Tag 2
Pablo, Ingrid, Elli und ich haben uns zusammen ein Auto gemietet und haben uns auf die Suche nach den schönen Orten auf der Osterinsel gemacht.
Der Rucksack gepackt mit Keksen, Trinken, Sonnenbrille, Foto und viel Sonnencreme konnte die Tour starten.
Unser erster Stop war AHI AKIVI.
Ahi Akivi ist eine Plattform mit 7 Moais.

Weiter ging es zu ANA TE PAHU.
ANA TE PAHU (auch Bananenhöhle genannt) ist eine sehr große Höhle. Da die Decke am Eingang eingestürzt ist wachsen dort Bananensträucher. Links und rechts führen Gänge ins Dunkle.
Man sagt auch, dass für einige Zeit ein Kanibale gehaust hat. (ICH LEBE NOCH!!!)


Nächster Halt: ANA KAKENGA (die Höhle mit den zwei Fenstern)
Bei dieser Höhle muss man sagen, dass wir bisschen suchen mussten, bis wir sie gefunden haben, da es sehr wenige Hinweise gibt und der Eingang sehr klein war.
Wir haben sie aber gefunden und haben uns dann natürlich auch in die Höhle begeben und sie besichtigt.
Super spektakuläre Fotos wollte Pablo haben und so wollte er sich an einem Felsbrocken mit seinen Armen hochziehen und ich sollte ein Foto machen.
Das Foto machen war kein Problem, jedoch war es ein Foto, wie er 2sec an dem Brocken hing und das zweite Foto war im freien Fall! Der Fels hat dem Gewicht nicht stand gehalten. Es ist aber alles gut ausgegangen und nichts passiert.

Mit dem Auto ging es dann weiter zu RANO RARAKU.
Es ist ein Vulkan. Am Fuße dieses Vulkans wurden die Moais hergestellt.


Nächster Haltestation: TONGARIKI
Die große Plattform mit 15 Moais.

Nach ca weiteren 5min im Auto kamen wir am Nabel der Welt an (TE PITP KURA).
Dieser Ort ist voller Energie (sagt man.....hab davon nicht wirklich viel gemerkt)

….und dann kamen wir an unserem Ziel an!
ANAKENA!!!!
Anakena ist der einzige offizielle Strand, den es auf der Osterinsel gibt.
Da wir von der Schwüle recht durch geschwitzt waren haben wir unsere Kleider vom Leib gerissen und es ging ab ins Meer. Oh war das schön! Das Wasser war nicht so kalt, wie das Meer vom Kontinent und so konnten wir ohne zu frieren 25min im Wasser verweilen und das Wetter und die Landschaft genießen ;-)


Als wir am Abend in unserem Hostel ankamen waren wir sehr müde und haben uns auf eine Dusche und etwas zum Essen gefreut und dann ging es auch schon recht schnell ab ins Bettle.
Tag 3:
Am Montag sind wir früh aufgestanden, da wir das Auto noch bis um 10Uhr zur Verfügung hatten und nach Tongariki fahren wollten, um den Sonnenaufgang anzuschauen.
Ich wurde um “6 Uhr“ von Ingrid geweckt. Wir haben einen Tee gemacht und in eine Thermo gefüllt und haben auf die anderen gewartet.
Nach ca 5min hab ich die Ingrid gefragt, ob wir wirklich 6 Uhr haben, oder ob sie noch die Zeit von Santiago auf ihrem Handy hat. Und so war es!
Santiago und die Osterinsel haben 2 Stunden Zeitverschiebung und so konnten wir uns nochmal für 2 Stunden ins Bett legen.
Als es dann wirklich 6 Uhr war mussten wir auch nicht auf die anderen warten und es ging gleich los zu den 15 Moais.
Dort angekommen war es tiefste Nacht. Man konnte nicht mal seine Hand vorm Gesicht sehen.
Wir haben uns ein schönes Plätzchen gesucht, haben unseren Tee und Mate ausgepackt und saßen gemütlich zusammen und haben darauf gewartet, dass die Sonne sich zeigt.
Als wir in gemütlicher Runde zusammen saßen bekamen wir Besuch von einem Rapa, der uns Geschichten über die Insel erzählt hat.
Wenn ihr euch fragt, wie man diese Steinkolosse von Moais durch die Landschaft geschleift hat, dann kann ich euch sagen, dass die Antwort von unserem Kumpel Rapa heißt, dass wenn man genügend LIEBE hat, dann schafft man alles. Das habe ich als Hinweis für mich genommen! Liebt und seit euch bei euren Entscheidungen sicher und dann könnt ihr alles schaffen.
Des sind doch mal mutmachende Worte, oder?
Der Sonnenaufgang war leider nicht so schön, da es sehr bewölkt war. Aber wir waren dort! Ist doch was, oder?


Als wir wieder in Hanga Roa waren haben Ingrid, Pablo und ich unsere Sportschuhe angezogen und wir sind den Orongo hoch.
Orongo ist ein Vulkan und dort findet jedes Jahr ein Wettkampf statt, um den neuen König dieser Insel zu ermitteln und zu krönen. Die Teilnehmer müssen den Vulkan runter und zu einer Insel gelangen (kletter, schwimmen). Dort müssen sie ein Ei finden und dieses muss ganz auf den Orongo gelangen.
Wegen dieser kulturellen Bedeutung ist (hat natürlich noch viele weitere Besonderheiten) dieser Vulkan ein Nationalpark.

Nach ca 5 Stunden laufen kamen wir dann wieder unten in unserem Hostal an. Ich war völlig müde und habe mich für ca 20min in mein Bettchen gelegt und ein Nickerchen gemacht.
Am Abend sind wir dann zu HANGA KIO E und haben uns dort den Sonnenuntergang angeschaut.
Dieser Moai ist der einzige Moai mit Augen. Neben ihm ist noch eine Plattform mit weiteren 5 Moais.

Zum Abendessen haben wir uns eine Empanada gekauft und dann ging es ins Bett.
Tag 4:
Am Morgen war ich um 9:30Uhr am Hafen und habe mir eine Einführung zum tauchen angehört. Für mich und Pablo ging es an diesem Tag ab in die Tiefe des Meeres. Es war super genial!
Die Fische, Farben, Formen, Pflanten, Korallen, …. einfach unbeschreiblich!
Nach ca 25min war das Vergnügen aber auch schon vorbei. Für mich hätten wir noch weitere 30min tauchen können, da es mir wie 5 min vorkam.

Als wir dann völlig überwältigt von den Eindrücken dieser Unterwasserwelt im Hostel ankamen konnten wir unsere Münder nicht halten und haben ALLEN erzählt, wie toll tauchen ist.
Wir (Ingrid, Josefina, Pablo, Thomas und ich) haben ein Taxi bestellt und haben uns zum Strand fahren lassen. Dort haben wir getobt, gelacht, gebadet, uns gesonnt, viele Fotos geschossen und es uns gut gehen lassen!
Um 19Uhr wurden wir von dem Taxi wieder abgeholt. Im Hostel angekommen haben wir uns schnell geduscht und uns fertig gemacht, da Ingrid, Pablo, Elli und ich zu Kari-Kari gegangen sind.
Kari-Kari ist eine Tanzgruppe, die den traditionellen Tanz der Osterinsel beherrscht und zeigt. Es waren für mich nicht nur Tänze. Sie haben Geschichten erzählt was pures Gänsehaut-feeling bei mir verursachte. Einfach nur klasse!


Tag 5:
An diesem Tag hatten Pablo und ich große Pläne geschmiedet. Wir wollten mit dem Fahrrad zum Berg Poike fahren, ihn hochlaufen, die Sicht genießen, die cueva de la virgen finden und sie besichtigen.
Am Morgen um 10 Uhr startete unser Abenteuer. Als wir unsere Räder ausgeliehen hatten und auf den Satteln saßen kamen wir recht zügig voran und so waren wir in ca 40min am Strand Anakena und haben dort eine kleine Stärkung eingenommen.
Dann ging es weiter zum Poike. Fahrräder an einem Zaun angebunden und dann hieß es hoch auf den Berg.
Das gemeine an dem Berg ist, dass es keinen Weg auf diesem Gelände gibt. Es ist alles Wiese, ohne Tramelpfad ohne nichts. Wir haben es aber geschafft und als wir oben ankamen war es herrlich. Die Sicht über die Insel war super.

Nach einer kurzen Pause auf dem Berg und einer Fotorunde haben wir uns auf die Suche nach der Höhle gemacht. Bei der Suche waren wir leider nicht erfolgreich! Wir waren sehr nah dran, aber gefunden haben wir sie nicht. Als wir jedoch bemerkt hatten, dass wir an ihr vorbei gelaufen sind hat es auf einmal einen Schlag getan und alles, was im Himmel an Wasser war kam auf einen Schlag runter. Mein einziges Kommentar zu diesem Regenguss war: „Pablo wo hast du das Shampoo gelassen?“
Pitschnass nass bei unseren Rädern angekommen hat es dann aufgehört zu regnen. Lust umzudrehen und uns auf die Suche nach der Höhle zu machen hatten wir jedoch nicht und so haben wir uns auf unsere Räder geschwungen und haben den Heimweg angetreten.
Die letzten Meter waren für Pablo eine Qual. Alle 5 Minuten lag er in der Wiese mit samt Fahrrad und seine Äußerung war: „Fran, quiero AQUAAAA!“ (Fran, ich brauch Wasser!) Ich habe ihm immer klarmachen wollen, dass wir kein Wasser mehr haben und er sich auf sein Sattel setzen soll, dann sind wie schnell zuhause und da gibt es WASSER, aber das wollte er nicht so sehen und so wurden aus 5 Minuten ca 15 Minuten ;-)
Am Schluss sind wir aber gut angekommen und haben die Dusche wahrlich genossen.
Tag 6:
Meine Truppe hatte beschlossen, dass sie heute nochmal zum Strand gehen wollen. Ich war davon nicht so begeistert und wollte lieber nochmal bisschen was von der Insel sehen und bin darum alleine bisschen gelaufen.
Mein Ziel war PUNA PAU. Dort wurden die Hüte der Moais hergestellt.

Ich bin dann weiter bis an die Küste gelaufen und habe so eine Runde gedreht.
Auf dem Weg habe ich viele Früchte gefunden, die ich natürlich gleich vernascht habe (war sehr lecker!)
Am ersten Punkt mit Blick aufs Meer habe ich meine Kekse, mein Wasser und mein Buch ausgepackt und habe es mir auf einem Stein gemütlich gemacht. Nach kurzer Zeit bekam ich von einem Rapa Nui Besuch. Wir haben uns unterhalten und er hat mir die Besonderheiten dieses Ortes erklärt (das war die Region der Reichen und lange Zeit hatte der König sein Haus dort).
Als ich mich dann wieder auf den Weg machen wollte hat er mich gefragt, ob ich mit ihm auf dem Pferd ein Stück reiten möchte. Da ich für diesen Tag nichts mehr geplant hatte dachte ich mir, dass ein bisschen Abenteuer nicht schadet und habe mich auf den Gaul gesetzt.
Wir sind zusammen auf dem Pferd die Küste entlang geritten und haben nebenher noch seine Kuhherde getrieben. Das war eine einmalige Erfahrung (witzig, aber für einmal reicht es auch)
Er hat mich dann noch auf einen Fisch in seinem Haus eingeladen. Ich bin stutzig geworden, aber bis ich mich entschieden hatte standen wir schon vor seinem Haus und da hab ich mir das mal angeschaut. Jedoch hatte ich bei der Sache kein gutes Gefühl mehr. Ein viertel des Fisches habe ich gegessen, dann habe ich ihm erklärt, dass meine Freunde auf mich warten und ich nicht genau weiß, wann die Nacht anbricht und ich nicht im Dunkeln alleine laufen möchte und stand dann auf schon vor der Tür. Hab noch schnell mich verabschiedet und mich für den Fisch bedankt und dann war ich auch schon weg.
Mein Kollege:

Am Abend haben saßen wir auf der Terrasse des Hostels zusammen und haben am letzten Abend von Ingrid nochmal viel gelacht und viel Spaß gehabt.
Tag 7:
Als wir ausgeschlafen hatten und gefrühstückt hatten sind wir alle zusammen zum Flughafen gelaufen und haben Ingrid verabschiedet.
Anschließend haben wir uns auf in die Stadt gemacht und uns auf die Suche nach Andenken gemacht. Wirklich fündig sind wir nicht geworden, da die schönen Dinge auf der Insel seeeeeeeeeehr teuer sind (überteuert). Wir haben es trotzdem geschafft bis um 18Uhr durch die Straßen zu ziehen und nach weiteren Läden zu suchen.
Um 20Uhr waren wir bei Elli eingeladen zum Completo essen.
Die Einladung haben wir uns natürlich nicht durch die Finger gehen lassen. War sehr witzig, da wir eine bunt gemischte Gruppe waren (Rapa Nui, Kontinentler, die schon ca 15-40Jahre auf der Insel leben und wir Urlauber).
Der Höhepunkt des Abends war ein Gewinnspiel. Als Eintritt in diesem Spiel musste jeder CLP500 (ca 80Cent) zahlen. Jeder hat eine Zahl gewählt und es gab eine Glücksfee (ICH), die aus einem Beutel die gewählten Zahlen gezogen hat. Zu gewinnen gab es: 3. und 2. Platz ein Glas Wasser und der Hauptgewinn waren 12Eier. Pablo hat gewonnen!!!
Da war nur die große Frage: Was machen mit 12Eier, wenn am nächsten Tag der Flieger nach Santiago startet? Da haben wir beschlossen, dass wir uns vor dem Flug bei Elli im Haus treffen und dort zusammen Frühstücken und die Eier essen ;-)
Nach diesem Spiel haben wir Urlauber unsere Sachen gepackt und haben uns auf in eine Bar gemacht. Eigentlich wollten wir Karaoke singen, aber die CD war nicht da und da haben wir einfach so gesungen und gute Laune verbreitet. Nach einer Zeit haben immer mehr Leute angefangen zu singen und es war eine super Stimmung in diesem Lokal ;-)
Tag 8:
Der Tag der Heimreise!
Am Morgen heiß es Koffer packen und dann ab in das Haus von Elli zum Frühstücken. Wir haben nochmal unsere Zeit auf der Insel im Schnelldurchlauf passieren lassen und festgestellt, dass es eine echt tolle Zeit für alle war.
Als wir 2 der 10 Eier (der Hunger war nicht so groß) gegessen hatten, haben wir uns auf zum Flughafen gemacht.
Das Gepäck aufgegeben, die letzten Fotos der Insel geschossen, die letzten Umarmungen und dann ging es los in den Flieger.
Der Flug verlief sehr entspannt, jedoch muss ich sagen, dass es kein Flieger war, sondern ein Kühlschrank oder eine Gefriertruhe! Zum Glück saß Pablo neben mir und da er ein echter Mann ist und keine Jacke und keine Decke braucht, habe ich mir seine Sachen geschnappt und mich damit zugedeckt. Sobald eine Stewardess vorbei kam und eine Thermokanne in der Hand hielt war ich die erste, die einen Tee oder Kaffee bestellt hat. Ich kam mir vor, wie im tiefsten Winter, aber naja ich habe es überlebt. (ich hoffe nur, dass der Flug nach Frankfurt nicht so wird!)
Dank Pablo musste ich vom Flughafen nicht mit einem Transfer zur Wohnung fahren. Er wurde von seinen Geschwistern abgeholt und hat mich dann zu der Wohnung gefahren. Dort habe ich mir einen Tee gemacht und mich riesig auf mein Bett gefreut.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass es eine wunderbare Zeit war und immer gerne an die Osterinsel zurückdenken werde.
Für mich sind die Monate, Wochen und Tage hier in Chile bald gezählt und ich sitze in kürze im Flieger auf dem Weg nach Deutschland.
Es war eine super Zeit hier. Ich hatte schwere Momente, in denen ich am liebsten meine Sachen gepackt hätte und mich in den Flieger gesetzt hätte, aber ich hatte auch sehr viele schöne Momente.
Meine Reisen waren wunderbar. Ich möchte die schönen, aber auch die schweren Momente nicht missen, da ich weiß, dass sie beide an mir gearbeitet haben und mich verändert haben (meine Person gestärkt haben).
Und an dieser Stelle möchte ich mich nochmal bei allen bedanken, die mir zur Seite standen und mich unterstützt haben (finanziell, mit lieben Worten, Ratschlägen, Hilfestellungen und sonst alles, was mir gut getan hat und mich in meinen Entscheidungen und auf meinem Weg gestärkt haben)
Es ist sehr schön und wertvoll, dass ich so viele tolle Menschen in meiner Umgebung habe, auf die ich mich verlassen kann und die einem zur Seite stehen, wenn man Hilfe braucht und es einem nicht so super geht.
DANKESCHÖN!!!
So genug der Worte!
Jetzt heißt es für mich hier Koffer packen und nochmal die Zeit hier (mit der Familie und meinen neuen Freunden von der Insel) genießen.
Bis ganz bald,
eure Franzi.
P.S.: Wie ihr oben auf dem Bild sehen könnt habe ich den Osterhasen getroffen! Er sieht anders aus, als gedacht, aber ich kann sagen, dass es ein echt duftes Tierchen ist!
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