Montag, 18. März 2013
Franzi alleine auf Reisen (Teil1)
Hallöchen ihr alle.
Da ich technische Probleme mit meinem Laptop hatte konnte ich diesen Eintrag nicht früher schreiben. Aber hier folgen meine Erfahrungen, die ich in Patagonien sammeln durfte.

Am 2.3. bin ich gegen 12Uhr mit dem Bus nach Santiago gefahren. Dort habe ich mich psychisch auf mein Abenteuer vorbereitet. (muss zugeben, dass ich schon etwas nervös war. So ganz alleine sich auf den Weg zu machen.)
Als ich alle Wecker, die ich finden konnte gestellt hatte, habe ich mich für ca 2Stunden hingelegt. Ich wurde nämlich von TransVip um 3:30Uhr (NACHTS!) abgeholt und mit anderen Reisenden zum Flughafen gefahren.
Ich hatte mein Flugticket schon ausgedruckt und in meiner Hand und konnte daher mich direkt in der Schlange an dem Schalter anstellen und mein Gepäck aufgeben.
Leider gab es kein Fensterplatz mehr, deswegen saß ich einen Sitz daneben. Der Flug wäre echt super gewesen, wenn ich andere Menschen als Nebensitzer neben mir gehabt hätte. Links neben mir ein Mann, der sich zuerst nicht für eine Sitzposition entscheiden konnte. Als die Entscheidung für die Sitzposition gefallen war viel dieser Mann auch direkt in einen Tiefschlaf und hat angefangen, wie ein wilder zu SCHNARCHEN und hat sich so wohl gefühlt, dass er auch hin und gezaubert hat (er konnte die Luft in schlechte Luft verwandeln...ich hoffe ich versteht, was ich meine). Rechts neben mir saß eine Frau, die mir anfangs ganz sympatisch war und mit der ich mich auch bisschen unterhalten habe und Tipps erhlaten habe, was ich in Patagonien machen soll. Jedoch ist auch sie irgendwann mit ihrem Kaffee in der Hand eingeschlafen. Durch ein Geräusch ist sie aufgewacht und dann hatte ich ihren Kaffee auf meiner Hose.
(Meine Güte war ich froh, als ich diesen Flieger verlassen durfte)
Die nächste Hürde war für mich den richtigen Bus nach Puerto Natales zu finden. Ich habe mich durchgefragt und bin auf eine Einheimische gestoßen, die auch nach Puerto Natales musste. Da haben wir uns zusammengetan und sind zusammen in das Dorf gefahren. War ganz angenehm mit ihr zu reisen und wir haben uns auch gut unterhalten können und hatten Spaß.
In Puerto Natales habe ich dann auch schnell mein Hostal gefunden und war über glücklich, dass alles funktioniert hat.

Mein Hostal


Mit dem Bestizer von dem Hostal habe ich meine Zeit dort geplant und überlegt, was ich alles machen könnte.
Der Plan war:
1.Tag Tour mit einem Bus durch den Nationalpark Torres del Paine.
2. Tag Tour nach Argentinien zu dem Gletscher Perito-Moreno und dem Dorf Calafate.
3. Tag Wandern im Nationalperk Torres del Paine
4. Tag Rückflug nach Santiago
Ich habe an dem Tag noch Geld umgetauscht, da Argentinien eine andere Währung hat.
Am Abend habe ich einen gemütlichen Spaziergang durch das Dorf gemacht (kleine Läden angeschaut) und bin auch noch bisschen am Hafen verweilt.



Am Dienstag ging es dann los! Um 7:30Uhr wurde ich abgeholt und es ging los.
Zuerst haben wir die Höhle Milodon angeschaut.
Da hab ich gleich mal ausgenutzt, dass ich eine chilenische Carnet habe. (Ausländer müssen CLP4.000 zahlen und Chilenen müssen CLP2.000) Da hab ich natürlich mein "chilenischen Ausweis" gezeigt.

Vor der Höhle


Ich und der Bär Milodon



Weiter ging es dann in den Nationalpark. (auch da habe ich meinen "chilenischen Ausweis" gezeigt und da hat es sich richtig gelohnt. Ausländer CLP18.000; Chilenen CLP5.000)
Dort haben wir eine Landschaft gesehen, die unbeschreiblich ist. Berge, Flüsse, Seen, Wasserfälle, Steppe, Wälder,....
Des hört sich so normal an, aber es war einfach spektakulär. Das muss man erlebt haben. Die Farben waren und sind einzigartig.
Hier könnt ihr ein paar Bilderchen sehen (die Wahl ist mir schwer gefallen. Ich habe an die 500Bilder gemacht)

Meine tierischen Freunde




Salto Grande Río Paine




El Lago Grey





Am zweiten Tag ging es dann schon um 6:45Uhr mit dem Bus nach Argentinien.
Wie der Zufall es will, saßen in dem Bus drei Deutsche, mit denen ich mich bisschen unterhalten habe. Ich habe mich aber natürlich auch immer prächtig mit den chilenen Unterhalten. War nie alleine unterwegs und hatte immer nette Begleiter bei meinen Ausflügen.
Zurück zu dem Ausflug.
An der Grenze habe ich erneut festgestellt, dass ich froh bin, dass es die EU gibt. Ganz leicht und schnell in ein anderes Land zu reisen ist ier nicht normal ;-) (Zettel ausfüllen, anstehen, Stempel, anstehen, Gepäck zeigen, FERTIG.....wenn ein Bus vor dir ist, und die Zollstation mit 3 Zollbeamten besetzt ist, kann das schon bisschen Zeit dauern)
Als wir dann in Argentinien waren war die Landschaft sehr öde und zum einschlafen. Es war alles flach, keine Abwechslung und der Weg war auch sehr gerade. Da kam unser Busfahrer langsam an seine Grenzen. Hin und wieder sind ihm die Äuglein zugefallen. Als der Brasilianer im Bus bemerkt hat, hat er sich vorne neben den Busfahrer gesetzt und ihn bisschen zugetextet, dass er uns heil am Gletscher abliefert.
Als wir dann heil am Gletscher angekommen sind (waren ca 5Stunden Fahrt) konnten wir ein bisschen spazieren und uns den Gletscher anschauen. Wir hatten 1 Stunde Zeit und sind dann zu einem Hafen gefahren und haben eine Bootsfahrt zu dem Gletscher gemacht.
Es war toll diese Eismassen aus der Nähe zu sehen. Man konnte sehr viele Blautöne feststellen und mit dem Sonnenschein war es einfach nur schön. Ich habe am Anfang ganz viele Fotos gemacht, aber irgendwann war ich einfach so beeindruckt, dass ich mich nur noch an das Boot gelehnt habe und mir den Gletscher angeschaut habe.
Hier paar Fotos:

Perito Moreno







Nach der Bootsfahrt sind wir dann nach Calafate gefahren. Calafate ist ein kleines Dorf mit vielen kleinen Handwerkern. Zum bummeln wäre es super gewesen. Leider hatten wir nicht viel Zeit (30min) und somit bin ich von einem zum nächsten Landen gerannt und kam als letzte wieder am Bus an (ich war halt genau nach den 30min wieder am Bus).
Nach den 5Stunden Rückfahrt kam ich ca. um 21Uhr völlig müde an meinem Hostal an.

Am Mittwoch ging es für mich nochmal in den Nationalpark Torres del Paine. Ich hatte mir an dem Tag vorgenommen den ersten Teil der Trekkingtour zu laufen (ich musste den Weg halt zweimal laufen, da ich ja wieder mit dem Bus nach Puerto Natales musste)
Der Inhaber des Hostales meinte, dass ich das schaffe, aber ich muss zügig laufen. Der Hacken an der Tour war, dass ich die Tour an dem Tag schaffen musste (mit dem letzten Bus zurückfahren musste), da am nächsten Tag mein Flieger nach Santiago ging und wenn ich den Bus am Abend nicht bekomme, dann hätte ich meinen Flieger nicht bekommen.
Da hab ich mir das zu herzen genommen und bin diese Tour, wie eine wilde gleaufen. Gerechnet wird, dass man für den Hinweg 3,5Stunden braucht. Ich war in 2Stunden oben. Wie ist die andere Frage, aber ich war oben ;-)
Paar Infos zu der Tour:
Distanz (1Weg): 25km
max. Höhe: 914m
Hier ein paar Fotos von der Wanderung und als ich am Ziel angekommen bin:









ANGEKOMMEN!!!


Als ich oben war und ein paar Fotos geschossen hatte habe ich mich auf ein Stein gesetzt, die Aussicht genossen und mein Vesper gegessen.
Ca 45min später hab ich mich dann wieder auf dern Rückweg gemacht und mir vorgenommen, dass ich gemütlich laufe. Ich habe mir alles genau angeschaut und bin in aller Ruhe zum Anfang gelaufen. Aber so langsam war ich nicht unterwegs. Ich musste noch 2 1/2Stunden auf den Bus warten. Anfangs kein Problem, da die Sonne schien. Da hab ich mich in die Wiese gelegt mit dem Blick in die Berge auf die Türme und habe bisschen geträumt. Jedoch ist die Sonne relativ schnell verschwunden und es wurde kalt und windig. Da wäre ich dann doch nochmal gerne hoch gelaufen, dass ich nicht frieren muss. Naja ich habe es überlebt und bin wieder gut in Puerto Natales angekommen. Die Dusche und mein Bett haben dort schon auf mich gewartet.

Dieser war auch schon mein letzter Tag und somit hieß es am nächsten Tag, Tasche packen und mit dem Bus nach Punta Arenas fahren.
Auch da hatte ich wieder super viel Glück. Ein Spanier, der auch an diesem Tag nach Santiago geflogen ist war zufällig auch in meinem Hostal. Wir sind zusammen mit dem Bus zum Flughafen gehfahren. Auf der Fahrt hat sich rausgestellt, dass er gerade in Hamburg wohnt und dort arbeitet. Sein Deutsch ist noch in arbeit, aber wir haben uns super unterhalten können und war echt witzig. (er hat deutsch gesprochen und ich hab auch spanisch geantwortet....ich glaub, dass unsere Mitreisenden uns für verrückt erklärt haben, aber wir hatten Spaß und es war super)

Auf meinem Rückflug habe ich es dann geschafft am Fenster zu sitzen und habe die Sicht auf die Eislandschaft von oben genossen. Leider hatte ich mit meinem Nebensitzer nur bisschen mehr glück, als auf dem Rückflug. Es war ein Deutscher, der sich auf meiner Lehne abgestürzt hat und somit DJ für mich gespielt hat. (in der Lehne sind die Knöpfe, mit denen man das Radio und die Filme einstellen kann) Als ich rausgefunden hatte, dass er Deutscher ist habe ich ihn doch gleich mal freundlich gefragt, ob er sein Ellenbogen vielleicht 2cm weiter nach vorne oder hinten verschieben könnte, dass ich in Ruhe Musik hören kann.
Als wir dann nach einem Zwischenstop in Puerto Montt in Santiago gelandet sind wurde ich von Marisol, Max und Mauri abgeholt.
Nach einer kurzen Runde erzählen habe ich mich dann nur noch auf mein Bett gefreut.

Es war eine super Reise. Ich hatte viel Spaß und konnte viele schöne Erfahrungen sammeln. Jedoch zeigen meine Bilder nur einen Teil dieser schönen Landschaft. Man muss dort gewesen sein, um davon so richtig schwärmen zu können.

Nach diesen vielen tollen Eindrücken bin ich nun gespannt, wie mein Teil 2 (San Pedro de Atacama) wird.
Ich werde berichten.
Haltet die Ohren steif,
liebste Grüße
Franzi

P.S.: Wer mehr Bilder sehen möchte, der soll sich doch einfach melden und wenn ich in VS bin, dann machen wir ein Foto-schau-Abend/Nacht/Tag.

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